Software

Die Software gupsi:media ist das aktuelle Forschungsprojekt von Sven Przepiorka. Die Software ist wesentlicher Bestandteil seiner Dissertation zum Thema "Weblogs, Wikis und die dritte Dimension", die im Herbst 2008 an der Universität Ulm veröffentlicht werden soll.

Bei gupsi:media handelt es sich um ein modulares, einfach bedienbares Content-Management-System. Es enthält die wichtigsten Elemente des Web 2.0 wie u.a ein Weblog-System, ein Wiki, die Möglichkeit zum Tagging und ein umfangreiches soziales Netzwerk. Es eignet sich daher sowohl für das Betreiben eines privaten Weblogs als auch für das Betreiben einer modernen Community mit tausenden Mitgliedern.

Das System wurde vollständig in PHP programmiert und benötigt zudem nur eine mySQL-Datenbank. Nach einer kurzen Konfiguration ist die Software sofort einsatzbereit.

Die Software ist bislang nicht öffentlich und wird bislang ausschließlich durch Kunden von tzwaen.systems und der NewDefinition Internet Limited genutzt. Dazu gehören beispielsweise die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler und der Alumi-Verein der Handelshochschule in Leipzig mit über 1.000 Mitgliedern.

Screenshots

Einige ausgewählten Screenshots von gupsi:media finden Sie hier.

Vorhandene Module

Für die Software gupsi:media gibt es bereits zahlreiche Module. Ein Auszug davon finden Sie in der folgenden Auflistung:

Prinzipien bei der Entwicklung

Die Entwicklung von gupsi:media unterliegt zahlreichen Prinzipien, die nun im Folgenden kurz vorgestellt werden sollen.

  1. Unterstützung von kostengünstigen Infrastrukturen
    Bei der Programmierung wurde darauf geachtet, dass die zu entwickelnde Software nicht nur auf Servern in eigenen Rechenzentren installiert werden kann sondern auch auf den Server von Massenanbietern wie 1&1 oder Strato. Da diese aber in der Regel einen eingeschränkten Funktionsumfang anbieten, konnte nur auf die Techniken und Module zurückgegriffen werden, die auch von allen Servern unterstützt werden.
  2. Installation in wenigen Schritten
    Aufgrund der möglichen unterschiedlichen Anwendungsgebiete einer Web 2.0-basierenden Content-Management-Systems, wie gerade im privaten und semi-professionellen Bereich, ist es notwendig, dass die Installation der Software auf einem Server auch für Laien durchführbar ist. Neben entsprechenden Dokumentationen ist daher stets auch eine Installationshilfe mit detaillierten Anweisungen unverzichtbar.
  3. Flexible Nutzung durch Module
    Nicht jeder Anwender benötigt alle potentiell vorhandenen Funktionen. Diese ungenutzten Funktionen verwirren nur und können letztendlich sogar den Nutzen der gesamten Anwendung in Frage stellen. Daher sollte das System in der Lage sein, nur die tatsächlich benötigen Funktionen anzuzeigen. In einigen Fällen kann es sogar ratsam sein, mit wenigen Funktionen bei der Einführung der Software zu starten, um die Anwender nicht von Anfang an zu überfordern. Erst im Laufe der Zeit kommen dann neue Funktionen nach und nach hinzu. Um diese Flexibiltät in einer Anwendung erzeugen zu können, bietet sich der Einsatz von Modulen an, die je nach Bedarf aktiviert werden können. Obwohl alle Module als optional anzusehen sind, bemüht sich das System dennoch um eine enge Verzahnung der einzelnen Elemente.
  4. Bedienbarkeit auch für Laien
    Eine einfache Bedienbarkeit ist gerade für Content-Management-Systeme eine wichtige Voraussetzung für deren Erfolg. Je komplizierter die Bedienung ist, desto mehr Zeit geht für das Erlernen der Bedienung verloren und mindert damit die tatsächliche Arbeitszeit mit der Software. Eine intuitive Benutzerführung und der Verzicht auf unbekannte bzw. noch zu lernende Begriffe kann erheblich die Bedienung auch für Laien vereinfachen.
  5. Persönliche Identifizierung
    Das System muss den Anwender unterstützen, sich mit der Anwendung zu identifizieren und seinen persönlichen Nutzwert zu maximieren. Nur so ist er auch bereit, sein Wissen mit anderen (indirekt) zu teilen. Dazu muss das System ihm sowohl Raum für Selbstdarstellung gewähren als auch die Möglichkeit bieten, sich die Anwendung nach seinen persönlichen Vorlieben konfigurieren zu können.
  6. Wartung als beiläufige Aufgabe
    Je umfangreicher der Datenbestand in einem Content-Management-System wird, desto größer wird er Stellenwert von der Wartung des Systems und dessen Inhalte. Zwar kann so die Qualität aufrecht erhalten werden, jedoch ist dies auch mit einem Zeitverlust für die tatsächliche Arbeit verbunden. Aus diesem Grund muss das System gewährleisten, dass die erforderlichen Wartungsmaßnahmen auf ein Minimum reduziert werden und letztendlich beiläufig durchgeführt werden können.

Geschichte

Als Vorbereitung auf seine Diplomarbeit "Weblogs und deren technische Umsetzung" wurde die Entwicklung von gupsi im Frühjahr 2002 von Sven Przepiorka gestartet. Dabei war das vorrangige Ziel ein leicht bedienbares Content-Management-System auf Basis von PHP und mySQL zu entwickeln. Am Ende des Jahres 2002 wurden schließlich drei verschiedene Ausführungen zum kostenlosen Download angeboten. Die Ausführung "gupsi:copper" beinhaltete ein rudimentäres System zum Verwalten einer statischen Website, "gupsi:gold" enthielt ein umfassendes Weblog-System und mit "gupsi:platinum" konnten schließlich selbst komplexe Websites verwaltet werden.

Mit dem Eintritt ins Berufsleben wurde die weitere Entwicklung von gupsi:media im Herbst 2003 zunächst eingestellt. Erst ein Jahr später, also 2004, wurde das Konzept von Sven Przepiorka erneut aufgegriffen. Alle bisherigen Versionen wurden in ihrem Funktionsumfang gebündelt und nur noch unter dem Namen "gupsi:media" kostenlos zum Download angeboten. Der Schwerpunkt der Software lag nun nicht mehr allein auf den Funktionen eines Weblog-Systems. Neue Funktionen wie die eines Wikis oder auch zur Bilderverwaltung wurden nach und nach integriert.

Im Frühjahr 2005 begann Sven Przepiorka schließlich mit den vorbereitenden Recherchen für seine Dissertation mit dem Arbeitstitel "Weblogs, Wikis und die dritte Dimension". Das Ziel seiner Forschungstätigkeit war es, ein Wissensmanagement-Software auf Basis des Web 2.0 zu konzeptionieren. Er entschloss sich dazu, die bisher kostenlos angebotene Version von "gupsi:media" vom Markt zu nehmen und diese im Verborgenen weiterzuentwickeln. Der Grund für diesen Entschluss lag vor allem in der unkomplizierten Entwicklung begründet, weil durch das Fehlen von erzwungenen regelmäßgen Updates ein höherer und flexiblerer Experimentierungsgrad erreicht werden konnte. Bislang arbeitet Sven Przepiorka noch an der Fertigstellung seiner Dissertation. Sehr wahrscheinlich wird danach die Software "gupsi:media" wieder zum Dowload angeboten werden. Ob dies allerdings kostenlos oder kostenpflichtig sein wird, ist bislang noch nicht entschieden.